Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie ist eine Form der Psychotherapie. Sie basiert auf dem Prinzip, dass ungünstige Verhaltensweisen und Denkmuster irgendwann im Laufe des Lebens erlernt wurden und demnach auch wieder verlernt werden können. Neben dem Gespräch zwischen Ihnen und mir ist das Kernstück der Verhaltenstherapie das praktische und alltagsnahe Erproben neuer Verhaltensweisen in echten, realen Situationen.
Hierbei werden z.B. mittels sog. Konfrontationsübungen (Expositionen) oder Rollenspiele Problemsituationen gemeinsam trainiert.
Die Verhaltenstherapie erfordert eine aktive Mitarbeit und ist daher nur dann sinnvoll, wenn der/die Betroffene bereit ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und an sich zu arbeiten. Im therapeutischen Gespräch geht es nicht darum, wie man sich verhalten „sollte“, sondern vielmehr um eine geleitete und unterstützende Heranführung eine individuelle Antwort in sich selbst zu finden.
Behandelt werden alle Störungsbilder der ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen (Kapitel V). Zu meinen Behandlungsschwerpunkten gehören:
Ängste und Phobien
Panikattacken, Ängste das Haus zu verlassen oder sich in Menschenmengen aufzuhalten, an bestimmten Orten zu sein (z.B. geschlossene Räume, im Stau usw.), Ängste beim Autofahren oder beim alleinigen Reisen mit Bus, Bahn oder Flugzeug, Höhenängste, Tierphobien, Ängste in sozialen Situationen, Krankheitsängste/Hypochondrie
Depressionen und Burn-Out
Phasen von Niedergeschlagenheit oder Gereiztheit, Antrieblosigkeit, Interessenverlust, sozialem Rückzug, starke Erschöpfung nach geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung
Trauma und kritische Lebensereignisse
Missbrauchserfahrungen, Gewalt, Unfälle, Übergriffe etc., bei denen man selbst betroffen war oder Zeuge wurde, Verlust nahestehender Personen
ADHS im Erwachsenalter
Unkonzentriertheit, Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, Desorganisiertheit, Prokrastination/Aufschieben von Aufgaben
Essstörungen
Übertriebene Beschäftigung mit der Kontrolle des Körpergewichtes und des Spiegelbildes, Essattacken
Zwangsstörungen
Ungewollte wiederkehrende Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, z.B. Grübelzwang, wiederholtes Kontrollieren, übertriebene Reinlichkeit und Ordnung
Psychosomatische Erkrankungen
Erkrankungen, die sowohl eine körperliche als auch eine psychische Ursache haben können, z.B. Schwindel, Kopfschmerz, Magen- und Darmprobleme, Ohrgeräusche, Schmerzen usw.
Sexuelle Schwierigkeiten
Sexuelle Lustlosigkeit oder Hemmungen beim Geschlechtsverkehr, vorzeitiger Samenerguss, Vaginismus/Scheidenkrampf, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr/Dyspareunie
Persönlichkeitsstörungen/ „Interaktionsstörungen“
Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehungen, die durch bestimmte Verhaltensmuster verursacht werden. Ein Beispiel ist die emotional-instabile Persönlichkeit vom Borderline Typ (Impulsivität, instabile Beziehungen, rasche Stimmungswechsel, oft selbstschädigendes Verhalten, Gefühle innerer Leere und Angst vor dem Verlassenwerden)